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Grit Piolka

Feine Malerei

21.–23.09.2012

»Kein Tag ist wie der andere. Die Fülle des Lebens will erobert werden. Disziplin, Geduld und Ausdauer sind gefragt. Nur so komme ich zu den von mir angestrebten Farbschichten, Oberflächen, Figuren und Formen. Die brauchen ihre Zeit und fordern ein gewisses Stehvermögen. Verstehst Du, was ich meine?«

Grit Piolka lässt ihre Bilder entstehen, als zöge sie Kinder auf; sie lebt mit ihnen, bis sie erwachsen sind. Das Malen ist ein Prozess, ein Dialog zwischen der Farbe und ihr. Schicht für Schicht trägt sie auf, malend, lasierend, pastös. Sie arbeitet an mehreren Werken gleichzeitig, pausiert bisweilen, wartet, bis sie die nächste Antwort für das Bild hat. So entstehen Strukturen, die nicht zufällig, sondern als die einzig richtigen erscheinen. Ihre Farbtöpfe lässt sie offen stehen, es bildet sich eine Patina auf der Oberfläche. Diese arbeitet sie mit ein und erzeugt so eine Schicht auf den Bildern, die an die Haut eines lebendigen Wesens erinnert.

Thematisch lässt sie sich vom Alltag inspirieren, Menschen, Dingen, Ereignissen, die ihr liebevoll entgegentreten, mit denen sie Lust hat, in Austausch zu kommen.

In den zurückliegenden drei Jahrzenten hat sie ein umfangreiches Werk geschaffen, immer im Grenzbereich von Abstraktem und Figürlichem pendelnd.
Uta Didier, Mai 2012

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